Biografie


Der herausragende Dirigent Waleri Gergijew studierte bei Ilja Mussin. Seit 1996 ist er kunstlerischer Leiter und Intendant des Mariinski-Theaters. Er arbeitet mit den weltbesten Ensembles und leitet das London Symphony Orchestra, die Munchner Philharmonie, und das World Peace Orchestra. Er wirkt oft zusammen mit den Philharmonien in Wien, Rotterdam und Berlin, dem Orchester der La Scala, und dirigiert au?erdem an der Metropolitan Opera.

Er ist Ehrenprasident des Internationalen Festivals in Edinburgh, Prasident der allrussische Chorvereinigung, und ist einer der Leiter des Organisationskomitees des 15. Internationalen Tschaikowski Wettbewerbs. Er wirkt als Dekan der kunstlerischen Fakultat der Staatlichen Universitat Sankt Petersburg, sowie als kunstlerischer Leiter des Pacific Music Festivals, einem internationalen Festival fur junge Musiker in Sapporo (Japan).

Waleri Gergijew ist Grunder und kunstlerischer Leiter mehrerer Festivals, wie zum Beispiel des „Stars of the White Nights“ in Sankt Petersburg, des Moskauer Osterfestivals, des Gergijew-Festivals in den Niederlanden, des Red Sea Classical Music Festival in Eilat (Israel), des Internationalen Musikfestivals in Mikkeli (Finnland), und au?erdem der Festivals des Mariinski-Theaters, u.a. „New Horizons“, das Maslenitsa-Festival, sowie die Blechmusik-Abende am Mariinski, und das Mariinski Balletfestival.

In seiner Rolle als kunstlerischer Leiter und Intendant des Mariinski-Theaters hat Gergijew dessen dramatisches Repertoire deutlich erweitert, u.a. durch Werke von Wagner, Mozart, Verdi, Puccini, Mussorgski und Tschaikowski, bis hin zu russischen und europaischen Klassikern des 20. Jahrhunderts, wie z. Bsp. Opern von Prokofjew, Schostakowitsch, Janacek, Richard Strauss und Britten. Besondere Aufmerksamkeit wird Werken zeitgenossischer russischer Komponisten wie Schtschedrin, Karetnikow, Smelkow und anderer junger Musiker gewidmet. Das Repertoire des Orchesters wurde durch die kompletten Symphonien Tschaikowskis, Prokofjews, Schostakowitschs, Mahlers und Beethovens erweitert, sowie durch Werke von Strawinsky, Messiaen, Dutilleux, Schtschedrin, Tischtschenko, Gubaidulina, Kantscheli und vielen anderen Komponisten.

Waleri Gergijew initiierte den Bau und leitet nun eine einzigartige Reihe von Theater- und Konzertgebauden am Mariinski: das historische Gebaude, der Mariinski Konzertsaal (seit 2006) und Mariinski II, ein neues Gebaude, in dem sich eine grosse Buhne und vier Kammersale befinden (seit 2013). Das Mariinski-Theater hat au?erdem seine eigene Plattenfirma (unter dem Namen Mariinsky) sowie Internet- und Radiokanale.

Gergijew setzt sich haufig fur wohltatige Zwecke ein: er war es, der die weltweite Konzertreihe „Beslan - Musik im Namen des Lebens“ ins Leben rief. Au?erdem organisierte er eine Requiemauffuhrung vor den Ruinen des sudossetischen Parlamentsgebaudes , eine Reihe von Auffuhrungen in Erinnerung an die Tsunamiopfer in Japan, und Benefizkonzerte fur die Opfer der Uberflutungen in der sudrussischen Region Kuban, Opfer der Terroranschlage in Wolgograd, und viele andere Benefizaktionen auf der ganzen Welt.

Er engagiert sich intensiv fur junge Musiker, und hat inzwischen eine ganze Schar von Kunstlern der Weltklasse ausgebildet. Er wirkt auf Festivals fur Jugendorchester in Schleswig-Holstein, Verbier und Sapporo, sowie mit dem Chinesisch-Russischen Jugendorchester und dem Nationalen Jugendorchester der USA. Ein 1000-stimmiger Kinderchor, welcher auf Gergijews Initiative gegrundet wurde, trat zum ersten Mal im Mariinski II auf, und sang dann bei den Eroffnungs- und Abschlusszeremonien der 22. Olympischen Winterspiele in Sotschi.

Waleri Gergijew's Verdienste wurden durch unzahlige Ehrentitel und Preise ausgezeichnet, u.a. in Form von Staatspreisen in Russland, Deutschland, Italien, Frankreich, Japan, den Niederlanden, Schweden, dem Titel „Held der Arbeit der Russischen Foderation”, „UNESCO Artist for Peace“ und vielen anderen.